Woher kommt die Pfadfinderbewegung?

WOSMLord Robert Baden-Powell of Gilwell (BP) ist der Gründer der Weltpfadfinderbewegung. Er wurde am 22.02.1857 in London geboren und starb am 08.01.1941 in Kenia.

BiPi war en Kind seiner Zeit: Der Kolonialismus war für ihn und seine Altersgenossen selbstverständlich wie für uns heute das tägliche Brot. Er war ein hochdekorierter General, weshalb man ihm zu Beginn vorwarf, die Pfadfinderbewegung ausschließlich zu Kriegszwecken gegründet zu haben.
BiPi versuchte nicht Idole zu zeigen oder gar aufrecht zu erhalten, sondern die echten Ideale, die in jedem Jugendlichen schlummern, zu wecken und zu konkretisieren. Die Jungen – und später auch Mädchen – sollten den Ehrgeiz und Wusch entwickeln selbst zu lernen. 1907 erprobte er sein Modell in einem Zeltlager und veröffentlichte 1908 das Buch „Scouting for boys“, was zur Gründung der weltweiten Pfadfinderbewegung führte.
„Look at the boy!“ war seine pädagogische Grundhaltung. Damit setzte er bei den Bedürfnissen der jungen Menschen an, die gefordert werden wollen. Das Vertrauen, das er in sie setzt, war sein Geheimnis.
Die 1929 “geborene“ Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg bezog u.a. aus der englischen Pfadfinderbewegung ihre Impulse und richtet sich noch heute nach Grundsätzen, die BiPi prägte und lebte: „Scouting is doing!“. Er selber erläuterte: „This world seems divided into talkers and doers“ (Es scheint, die Welt ist unterteilt in solche, die etwas tun, und solche, die nur davon sprechen). Und so lehnte er es sogar ab, als Lord seinen Sitz im britischen Oberhaus einzunehmen.

Auszug aus einem Brief, den er vor seinem Tod an alle Pfadfinder schrieb:

Lord Robert Baden PowellMein Leben war glücklich, und ich möchte nur wünschen, dass jeder von Euch ebenso glücklich lebt. Das Glück ist nicht die Folge von Reichtum oder Erfolg im Beruf und noch weniger von Nachsicht gegenüber sich selbst. Ein wichtiger Schritt zum Glück besteht darin, dass Ihr Euch nützlich erweist und des Lebens froh werdet, wenn ihr einmal erwachsen seid.
Das eigentliche Glück aber besteht darin, dass Ihr andere glücklich macht. Seid zufrieden mit dem, was Euch gegeben ist und macht davon den bestmöglichen Gebrauch. Strebt danach, jeder Sache eine gute Seite abzugewinnen.
Versucht die Welt ein bisschen besser zurück zu lassen, als Ihr sie vorgefunden habt.
Haltet Euch an das Pfadfinderversprechen auch dann, wenn Ihr keine Knaben mehr seid.

Seid in diesem Sinn „ALLZEIT BEREIT“!

Euer Freund

Robert Baden Powell